Institut für
Robotik und Prozessinformatik

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Werner von Siemens Excellence Award

Preisgekrönte Diplomarbeit ermöglicht ein sicheres Leben älterer Menschen in den eigenen vier Wänden

Zukunftsorientierte Fragestellungen sind seit je Gegenstand der akademischen und industriellen Forschung. Hierzu gehören auch Fragestellungen bezüglich unserer zunehmend alternden Gesellschaft. Das Institut für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig unter dem Institutsleiter Prof. Friedrich M. Wahl hat sich diesem Problem angenommen und ist dabei, visuelle Beaufsichtigungssysteme, die ein langes, unabhängiges und sicheres Leben von älteren oder behinderten Personen in ihrer häuslichen Umgebung garantieren sollen, zu entwickeln. Ein erstes Beaufsichtigungssystem ist bereits funktionsfähig und befindet sich momentan in der ersten Testphase. Es wurde im Rahmen der Diplomarbeit "Aktive und passive Beaufsichtigung von Personen im häuslichen Umfeld per Fischaugenkamera" von dem Elektrotechniker Jens Spehr entwickelt. Für seine herausragende Arbeit wurde der Wissenschaftler am 25.10.2006 in München mit dem Werner von Siemens Excellence Award 2006 ausgezeichnet. Die Siemens AG prämiert mit diesem Award grundsätzlich Absolventen von technisch/naturwissenschaftlichen Studiengängen aus ganz Deutschland für ihre herausragenden Diplom- und Masterarbeiten, die sich mit zukunftsorientierten Fragestellungen befassen. Dieses Jahr stand der Award unter dem besonderen Thema: Exzellente Technik als Beitrag zur Lebensqualität einer zunehmend alternden Gesellschaft. Das entwickelte System ist in der Lage, mit Hilfe einer an der Decke angebrachten Fischaugenkamera gestürzte Personen automatisch zu erkennen und zu entscheiden, ob ein Notarzt verständigt werden muss oder nicht. Es wurden hierfür verschiedene modellfreie und modellbasierte Bildverarbeitungsalgorithmen in der Diplomarbeit vorgestellt, die das "Tracking" der Person und das Erkennen von Stürzen im Raum ermöglichen. Außerdem wird ein aktiver Ansatz vorgestellt, der das Erkennen von gestürzten Personen sogar in der Nacht bei Dunkelheit ermöglicht. In zukünftigen Arbeiten will der nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitende Preisträger Jens Spehr an Erweiterungen des Beaufsichtigungssystems arbeiten und darüber nicht nur Stürze, sondern auch Verhaltensmuster erkennen. Diese sollen dann eine langfristige Gesundheitsanalyse von älteren oder behinderten Personen ermöglichen.


Person_stehend.jpg
Stehende Person


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Gestürzte Person


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